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Weihnachtsmaerchen - Die Geschichte der smarten E-Autos & der dummen Tarife

Geschichten versüßen so manche Abende in geselliger Atmosphere. Und die Weihnachtszeit ist Geschichtenzeit. Doch heute geht es nicht um Rotkäppchen und den bösen Wolf, sondern um Elektroautos und deren Stromtarife. Wir schreiben das Jahr 2017 und jeder Stromanbieter versucht mit medial hübsch aufbereiteten Stromtarifen den boomenden Markt der Elektroautobesitzer zu bedienen. Doch während man bei den E-Autos selbst schon kurz vom dem Durchbruch in Sachen autonomes Fahren steht – also dem iPhone auf Rädern – sind wir bei den Autostromtarifen nunja beim Nokia 3310.

Doch von Beginn an. Es war einmal ein Stromtarif der von der Bundesregierung ins Leben gerufen wurde, um den Ausbau von Wärmepumpen zu forcieren. Um den Stromanbietern und Verteilnetzbetreibern das Leben durch die hohen Mengen an zusätzlichem Strom zu versüßen und Strommengen über den Tag zu glätten wurde der Wärmestromtarif eingeführt. Dieser war obwohl umständlich für viele Kunden recht verführerisch – doch warum nur? Des Geldes wegen. Doch auch hier der Reihe nach. Wir versetzen uns in den Kunden der nun eine Wärmepumpe installiert hat. Um diese mit dem benötigten Strom zu versorgen ist zunächst ein zusätzlicher Netzanschluss zu installieren. Das kostet wie jede handwerklich durchzuführende Tätigkeit neben Geld auch manchmal einige Nerven. Nachdem nun also der zusätzliche Anschluss geleget ist geht es ans Eingemachte – sprich ans Vertragliche. Und um die Strommengen gerade in Siedlungsgebieten mit hoher Anzahl an Wärmepumpen netzseitig glätten zu können sind in allen Wärmestromtarifen „Abschaltzeiten“ vertraglich festgeschrieben. Sprich der Verteilnetzbetreiber kann den Strom für 2 Std. bis zu 3 mal täglich abschalten. Für Wärmepumpen welche eine hohe thermische Kapazität aufweisen ist das nicht tragisch – einfach formuliert: wenn Sie den Kühlschrank für 2 Std. ausstecken steigt die Temperatur im Innern nicht so stark, dass all ihre Lebensmittel verderben. Die bisherige USP von Wärmestromtarifen ist das reduzierte Netzentgelt was durch die netzseitige Steuerbarkeit (sprich der Netzbetreiber entscheidet wann er den Strom abschaltet) bedingt ist. Das oftmals beschworene netzdienliche Verhalten beim Laden der Elektroautos wird nicht vergütet – denn das Elektroauto ist im Netzsinne eine Wärmepumpe.

Doch Elektroautos sind eben keine Kühlschränke und auch keine Wärmepumpen. Sie sind heute schon rollende Computer mit Abstandssensoren, Entertainment-Touchscreens und WIFI. Kunden wollen Sie Ihren Bedürfnisses entsprechend benutzen und auch laden. Wenn Sie einen heute üblichen Autostromtarif abschließen kaufen Sie einen Wärmestromtarif in neuem Gewand. Und damit entscheiden Sie sich dafür, dass der Netzbetreiber Ihnen nach seinem Gutdünken den Strom für 2 Stunden abstellen kann. Das ist bei Wärmepumpen wie beschrieben kein Problem – wenn Ihr Akku leer ist und Sie Samstag Abend vor Ladenschluss noch einkaufen wollen doch Ihr Ladegerät keinen Strom bekommt ist das bei einer Familie schnell eine mittlere Katastrophe. Und Sie sind machtlos! Abgesehen von diesen Situationen ist eines klar: selbst wenn Sie Ihr Auto dann laden wenn viel Solar- und Windstrom im Netz ist werden Sie dafür monetär nicht belohnt.

Was macht den AutoStrom der STROMDAO so besonders? Eine schlecht Nachricht zuerst: der örtliche Elektriker verdient daran deutlich weniger als an einem Wärmepumpenstromtarif. Warum? Nun ein zweiter Hausanschluss ist genausowenig wie die automatische Abschalteinrichtung (Rundsteuerempfänger) mehr notwendig. Doch ist das überhaupt erlaubt? Die Antwort: ein klares JA! Denn: alle Ladesäulen für Elektroautomobile besitzen bereits einen geeichten Zähler. Dieser darf zwar nicht für einen Hausanschluss jedoch sehr wohl zu Abrechnungszwecken verwendet werden. Wie wäre es also wenn Sie über Ihren bereits installierten Hausanschluss ihr Elektroauto laden, die Strommenge die in den Akku ging präzise bezifferen können (in Kilowattstunden und Euro) und zusätzlich noch dafür belohnt werden, wenn Sie ihr Auto zu Zeiten laden in denen die Sonne scheint und der Wind weht? Utopie? NEIN, der AutoTarif der STROMDAO!

Und die Moral der Geschichte: Leben Sie selbstbewusst! Wählen Sie den StromTarif passend zu jeder Lebenssituation – und nicht Ihre Lebenssituation nach Ihrem StromTarif. Tanken Sie Strom wann Sie wollen und lassen Sie sich nicht vorschreiben wann Sie tanken! Bekommen Sie endlich das was Ihnen zusteht. Agieren Sie nachhaltig und finanziell vorteilhaft zugleich! Denn zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie gehört kein ODER sondern ein UND!

Eine schöne Weihnachtszeit wünscht ihr STROMDAO Team!

Beitrag von Manuel Utz Der Geschichtenerzähler Manuel Utz ist auch im wahren Leben von so mancher Story begeistert. Und nur wenige Bereiche liefern seit Jahren spannendere Geschichten als der deutsche Strommarkt. Für diesen begeisterte sich Manuel schon während seines Studiums mit Schwerpunkt auf Energietechnik. Doch eine handfeste Vision lieferte erst die STROMDAO. „Wir bauen digitale Infrastruktur“ – kann das im deutschen Energiemarkt funktionieren? Ja, kann es! Und das beweise ich zusammen mit dem Rest des Teams seit nunmehr einem Jahr!